Der neue „Vitusbach“ – ein Plädoyer für Kleingartenanlagen
Am 29. Juli stellte Rainer Girg, 1. Vorsitzender des Geschichts- und Kulturvereins Regensburg-Kumpfmühl, im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Land in Sonne“ den 15. Band des Periodikums „Der Vitusbach“ vor. Die diesjährige Ausgabe ist der Garten- und Parklandschaft Kumpfmühls gewidmet. Bei Harfenmusik von CathRani und lauer Abendstimmung war die Präsentation bestens besucht.
Neben historischen Betrachtungen – von Gebietsansprüchen der Regensburger Klöster bis zu einem Beitrag von Dr. Peter Styra über die fürstliche Hofgartenanlage in Kumpfmühl – steht die ökologische Bedeutung der Dauerkleingartenanlagen im Mittelpunkt. Damit erweitert Rainer Girg den bislang vorwiegend historischen Fokus der Reihe.
In Interviews mit Christine Hornek vom Gartenamt Regensburg, Elisabeth Geschka, 1. Vorsitzende der Kleingartenanlage Behnerkeller, und Heidi Ficker, einem langjährigen Mitglied der Gartenanlage Vitusbach, wird dieses hochaktuelle Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
„Dauerkleingartenanlagen sind unsere grünen Lungen, zugleich Klimaanlagen und eine Arche Noah für die städtische Natur. Der Strukturreichtum in den Kleingartenanlagen garantiert ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen für eine hohe Anzahl von Tier- und Pflanzenarten“, erläutert Christine Hornek.
Während im Zweiten Weltkrieg und unmittelbar danach die Ernährung im Vordergrund stand, geht es heute weniger um Selbstversorgung als um ökologische und soziale Aspekte, meint Elisabeth Geschka.
Christine Hornek ergänzt: In den Kleingartenanlagen werden häufig alte Obst- und Gemüsesorten angebaut, die aus dem kommerziellen Anbau verschwunden sind. Damit bewahren sie eine genetische Vielfalt, die für die Anpassung unserer Nutzpflanzen an den Klimawandel besonders wichtig ist. Mehr dazu ist in den Interviews im neuen Band zu lesen.
Insgesamt, so bringt es Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger in seinem Grußwort auf den Punkt, ist der neue „Vitusbach“ ein gelungenes Kompendium zur Kumpfmühler Park- und Gartenlandschaft. Passend dazu greift ein von Erich Zweck recherchierter Beitrag die jüngste Umbenennung des früheren Karl-Freitag-Parks auf.
Der neue Band ist ab sofort im Buchhandel bei Pustet und Bücherwurm oder über den GKVR für 18,90 Euro erhältlich.
Impressionen von der Präsentation



